Donnerstag, Februar 02, 2006

Stimmen



Die Philosophie des Programms funktioniert: wir, die Delegationsteilnehmer, sind zu Botschaftern für die deutsch-japanische Verständigung geworden, wir haben die japanische Kultur und Lebensweise in unsere Familien und unsere Kollegenkreise gebracht und werden auch in Zukunft Japan offen und mit einer positiven Grundeinstellung gegenüber stehen.
Viele von uns sind in diesen zwei Wochen weit weg von zu Hause, in einer Gruppe, in der man sich unterordnen muss und mit der man gemeinsam etwas erlebt und erarbeitet, sehr gewachsen.

Nun bin ich seit knapp zwei Monaten zurück und habe noch immer nicht alle Eindrücke verarbeitet. Man macht sich im Vorfeld viele Gedanken – wie wird es sein – was werde ich erleben… und diese Erwartungen wurden um ein vielfaches übertroffen. Ich bin wirklich beeindruckt, dass man in der verhältnismäßig kurzen Zeit so viel erleben konnte.

Die vielen Eindrücke liessen die zwei Wochen wie zwei Monate erscheinen. Durch die Reise sind viele Freundschaften zu Japanern, aber auch zu Deutschen entstanden.

Ich habe Kuriositäten erlebt, verstehe die japanische Lebensweise jetzt besser, bin mit der Kultur in intensive Berührung gekommen und habe Exotisches gegessen und getrunken. Ich habe ein Land, eine Kultur, Menschen kennen gelernt, die ich so auf andere Weise nie erlebt hätte. Ich bin mit Japan in einen sehr engen Kontakt gekommen und bin mir sicher, dass ich noch sehr lange von dem Erlebten zehren werde.

Arigatoo gozaimasu






Ein ganz besonderer Dank geht an:
Nauka & Hitomi (JDZB)
Wencke (Delegationsleitung)
Tomo, Kay & Etsuko (Dolis)
Mitsuru (José), Yatsuko & Tetsuya Shindoh (NYC)
Frau Shimoda, Herr Yoshida & Herr Maruko (Regionalpartner)
und alle Helfer...
... sie haben hinter den Kulissen gewirbelt, damit es für uns eine unvergeßliche Zeit wird!

*Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen!* (Guy de Maupassant)

letzter Tag - Heimreise







Am frühen Morgen hieß es dann auch schon, Abfahrt zum Flughafen. Mit der Air France ging es um 9:35 Uhr vom Flughafen Narita über Paris nach Hause. Ein Überraschung gab es aber noch... über den Wolken bekamen wir einen unvergeßlichen Blick auf den Fuji-San.
Zwei unvergeßliche Wochen neigten sich (leider) dem Ende...

Sayonara







Die Zeit ist leider viel zu schnell vergangen. Wir hätten gern noch so einiges entdeckt und erlebt, aber alles hat nun mal ein Ende. Und so haben wir unseren letzten Abend in Japan noch einmal intensiv genossen und uns von unseren japanischen Freunden gebührend verabschiedet. Aber auch Wencke sollte an diesem Abend nicht zu kurz kommen. ;-)

Stahlwerk






Beim Besuch der Nippon Steel Corporation erhielten wir eine Einführung über das Werk, sahen einen Film zur Öffentlichkeitsarbeit und besichtigten einen Teil der Stahlherstellung.
Diese Gelegenheit, einmal einen Einblick in eines der größten Stahlwerke der Welt zu bekommen und die Gluthitze, die einem von dem flüssigen Stahl entgegenschlägt, zu spüren, war durchaus eine beeindruckende Erfahrung.
Auf der Rückfahrt hatten wir noch einen traumhaften Blick auf die Skyline von Tokyo.

12. Tag - Tokio







Nach einem geselligen Abend und auch ein wenig Zeit für individuelle Gestaltung, konnte wir den Vormittag noch einmal für eine Sightseeingtour durch Tokyo nutzen.
So verschlug es einen Teil der Gruppe in das Erdbebenzentrum, andere ließen im japanischen Garten die Seele baumeln oder fuhren Monorail (Computerbahn).

11. Tag - Auswertung & Rückkehr







Nach unserem intensiven Programm in Aomori galt es auch genauso intensiv Feedback zu geben. Immerhin wollten unsere Gastgeber auch wissen, wie uns das Programm gefallen hat. So tauschten wir uns am Morgen gemeinsam aus, bevor es mit dem Flieger zurück nach Tokyo ging.

Abschied fällt schwer







Die Sayonara-Party war der krönende Abschluss des Regionalprogramms in Aomori und ein ganz besonderer Anlass. Die vielen Probestunden für das Kulturprogramm hatten sich gelohnt, denn ein begeistertes japanisches Publikum applaudierte uns. Besonders gefreut hat uns, dass fast alle Gastfamilien zu der Feier gekommen waren.
Auch die besondere Überraschung für die deutsche Delegation, vor dem Haus einen speziellen Reisteig zubereiten zu dürfen, war eine gelungene Idee.
Bis in die frühen Morgenstunden haben wir mit unseren japanischen Freunden gefeiert und noch lange im Hotel gesessen und unsere Eindrücke ausgetauscht...

Mittwoch, Februar 01, 2006

Nebuta





Ein echter Spaß und ein Einblick in Japans kulturelle Traditionen. Beim Nachspielen des Nebuta – Festes konnten wir noch einmal in japanische Kleidungsstücke schlüpfen, die wir in Deutschland überhaupt nicht kennen und uns in einem ganz neuen Licht erstrahlen ließen.

10. Tag - Oirase Gebirgsbach






Drei Stunden hatten wir Zeit, um die knapp 10 Kilometer Wanderweg bei herrlichstem Wetter in dieser wunderbaren Natur zurückzulegen. Ein außergewöhnlich schöner Vormittag. Einerseits war die Natur atemberaubend schön, andererseits konnte man sich etwas erholen und Gedanken austauschen.

9. Tag - Schule






Der Besuch der Grundschule in Noheji war ein echtes Highlight, bei dem wir einen beachtlichen Einblick in den Schulalltag japanischer Kinder bekamen. Wir hatten den Eindruck, dass die Schule schon Wochen vorher auf unseren Besuch hingearbeitet hatte, denn dem Schulgebäude und den Schülern waren die umfangreichen Vorbereitungen auf die deutsche Delegation überall anzumerken.
Allein das Kulturprogramm, das unseretwegen aufgeführt wurde, und die einzelnen Klassen, die jeweils für zwei Teilnehmer der deutschen Gruppe individuelle Geschenke vorbereitet hatten, beeindruckten uns sehr.

8. Tag - Gastfamilie






Franziska: "Mein Gastfamilienaufenthalt war das Ereignis, das mir, so denke ich, immer in Erinnerung bleiben wird. Es war die unmittelbarste, intensivste und schönste interkulturelle Erfahrung, die ich in Japan gemacht habe."

Thomas: "Wir wurden sehr nett aufgenommen und durften in dem uns schon bekannten traditionellen Tatamizimmer schlafen.
Wie wir schon in Berlin erfahren hatten, legten sie traditionsgemäß alle Geschenke nachdem sie ausgepackt waren vor den Hausschrein, um sie den verstorbenen Familienangehörigen zu zeigen. Mein Gastvater stellte uns die obligatorische Frage, ob wir lieber Baden oder Duschen gehen wollen. Dies war für uns das Zeichen ins Bett zu gehen. (Zum Glück, denn wir waren nach den ereignisreichen Tagen schon ein wenig geschafft)."

Katja: "Besonders gefallen hat mir, dass bei der Auswahl der Gastfamilien versucht wurde, die Berufe der Delegation und der Gastfamilie soweit möglich zu synchronisieren. Es war auch eine persönlich sehr interessante Erfahrung "die Fremde" und vollkommen auf sich gestellt zu sein. Die japanische Gastfreundschaft und Höflichkeit wird mir stets sehr positiv im Gedächtnis bleiben."

Sascha: "Für mich waren die zwei Nächte eine unvergessliche Erfahrung, die es mir vor allem ermöglicht haben, mit dem japanischen Alltag direkt in Berührung zu kommen.
Der erste Abend stand ganz im Zeichen des geselligen Beisammenseins. So konnten wir uns einmal quer durch die japanische Küche essen und Freunde der Familie kennenlernen. Trotz sprachlicher Barrieren war uns eine Kommunikation mit Händen, Füßen, Sprachfibel, Stift und Papier möglich."

6. & 7. Tag - Berufswelt







Diese beiden Tage standen ganz im Zeichen des Kennenlernen der japanischen Arbeitswelt. In unseren Branchengruppen ging es u.a zu Orange Heart (Lunchboxproduktion), die Technische Fachhochschule der Präfektur Aomori, das Gin'nan Wohnheim, in die MiyagoRyutsu AG, in das Hachinohe Stadtmuseum, zu Living Stage (Möbelladen), Stadtverwaltung von Hachinohe, Gemeindeverwaltung von Rokunohe, Chiisanamori Kinderheim und Yoshida Zoen Kikaku (Gartengestalter).

Hier erfuhren wir sehr schnell, wie unterschiedlich der japanische Arbeitsalltag zum deutschen ist. In vielen Dikussionsrunden, Besichtigungen, aber auch in der praktischen Arbeit konnten wir unser Wissen bereichern.

Während dieser Programmpunkte haben wir sehr intensive Erfahrungen machen und erleben können, wie diszipliniert und emsig Japaner bei der Arbeit sind.